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Aktiver Urlaub im Lechtal in Österreich

Aufgrund der Grenznähe ist das Lechtal in Tirol von Deutschland aus nur einen Katzensprung entfernt und damit durchaus ein Urlaubs-Kandidat, dessen Vorstellung sich hier lohnt. Dabei kann man die wenigen Autobahnkilometer mautfrei zurücklegen. Über mehrere Jahre hinweg war das Lechtal eine Region, die ich gern aufgesucht habe, deshalb hier ein paar Tipps zu Aktivitäten, Unterbringung und gutem Speisen.

Vorneweg: Das Lechtal kann man zu jeder Jahreszeit besuchen. Ob Sommer oder Winter, immer locken besondere Angebote. Da ich gern mal im Zelt lebe, war in der schönen Jahreszeit Camping Rudi in Häselgehr die erste Wahl. Zumal es direkt am Campingplatz einen Einstieg in den Lech hat, der als leichter Wildwasserfluss und sportlicher Wanderfluss gilt. Der Lech ist allerdings auch nicht zu unterschätzen – scharfe Verschneidungen verführen Paddel-Anfänger gern zum Kentern und einige Stellen waren in der Vergangenheit durch Baumaßnahmen oder angeschwemmte Baumteile durchaus gefährlich. Wer hier das erste Mal unterwegs ist, sollte einen Guide dabei haben oder vorausschauend fahren. Oder zum Spaß ein wenig raften – hier gibt es gute Ansprechpartner für Rafting Lech ein Stück unterhalb von Rudis Campingplatz.

Paddeln auf dem Lech

Wandern ist sicherlich eine der anderen Hauptaktivitäten im Lechtal. Dies habe ich allerdings nur im Winterurlaub gemacht unter der kompetenten Führung von Herrn Pfefferkorn vom Riascher – einer Pension, die ich sehr empfehlen kann. Unvergesslich, wie er uns ein Stück auf dem Trecker mitnahm und dann zu Fuß in die Berge führte – immer wieder unterstützt durch ein Maria-Hilf in Form von Marille. Die Hütten-Tour im Schnee gab uns damals das Gefühl, nicht einfach nur ein Tourist, sondern herzlich willkommen zu sein.

Wandern im Lechtal

Die wichtigste Aktivität im Winter war allerdings der Skilanglauf. Einige Loipen gaben Gelegenheit, das Lechtal zu erkunden – ein Start war fast direkt von der Haustür des Riascher möglich. Oder ein wenig Alpin Ski im Skigebiet Jöchelspitze in Bach oder gleich im nur wenige Kilometer entfernten Warth. Rodeln konnte ich leider nie testen.

Erschöpft und durchgekämpft gab es abends nach der Dusche nur eines: Gutes, deftiges Essen! Mein absoluter Favorit war dabei das Restaurant zur Geierwally. Der Wirt Guido ist ein Original, der für mich Tradition und Moderne gekonnt verbindet. Urige Zittermusik und Biker-Outfit ist hier kein Widerspruch, sondern einfach Kult. Mein Speisetipp: Tries mit Salat – dies ist ein Teller mit Kasknödel, Spinatknödel und Schlutzkrapfen, der garantiert satt macht und lecker mundet. Dazu ein grüner Veltliner und das Leben ist schön 🙂

Im Sommer kann man dagegen auch mal richtig schön direkt am Lech ein Picknick veranstalten, wie dieses Bild zeigt (man beachte die Tischdeko aus Weinflaschen, die wir vor Ort vorgefunden hatten):

Picknick am Lech

Wenn das Wetter mal so richtig diesig oder verhangen ist, die Kälte keinen Spaß macht, dann gibt es üblicherweise Sauna-Landschaften in Hotels. Wir gingen im Lechtal direkt in das Sauna- und Erlebnisbad AquaNova in Steeg, das uns recht günstig erschien. Die ansonsten gut gemachte Seite des Tourismusbüros Lechtal verfügt leider nicht über eine Suchfunktion, die hier alle Möglichkeiten aufzeigen könnte, aber – wie ich beim Riascher erleben durfte: Vor Ort wird einem immer gern geholfen. Und im Sommer locken die Freibäder in Häselgehr oder Elbigenalp/Bach.

Insofern: Viel Spaß im Lechtal.

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Autor: Frank

Webdesigner und Publizist, freier Mitarbeiter bei Magazinen, Autor/Herausgeber von Fach-Anthologien, Fachjournalist (bdfj).

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