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Natururlaub im Schwarzwald

Im Südwesten von Baden-Württemberg liegt Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge, der Schwarzwald. Um genauer zu sein, beginnt der Schwarzwald im Dreiländereck und läuft an der Oberrheinischen Tiefebene entlang bis nach Karlsruhe. Die Grenzen des Schwarzwaldes stoßen im Südosten an die Hochmulde der Baar, im Norden an das Kraichgauer Hügelland und im Nordosten an das Schwäbisch-Fränkische Stufenland.

Zieht es den Besucher in die Berge, so bietet sich natürlich der weithin bekannte Feldberg an, der höchste Berg des Südschwarzwaldes (1493 m). Weitere Berge sind das Herzogenhorn mit 1415 m, der 1414 m hohe Belchen und der höchste Berg des Nordschwarzwaldes, die Hornisgrinde, mit 1164 m. Freunde des Wassers können sich an unzähligen Flüssen, Bächen und Seen tummeln. Bekannte Flüsse sind dabei die beiden Quellflüsse der Donau, die Brigach und die Breg, oder die Eschach, einer der längsten Quellflüsse des Neckars. Als Seen beherbergt der Schwarzwald zum Beispiel den Titisee, den Mummelsee, den Feldsee, oder viele Stauseen, wie beispielsweise den Schluchsee.

Was den potentiellen Schwarzwaldurlauber natürlich besonders interessiert, ist das Klima des Urlaubsortes. Hier muss man sagen, dass der Nordschwarzwaldreisende gut daran tut, Regenzeug einzupacken, denn hier befindet sich der niederschlagsreichste Teil des Schwarzwaldes. Die Atlantischen Westwinde sorgen dafür, dass hier bis 2200 mm Regen pro Jahr fallen. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass im Winter die Skier kaum gegen Inline-Skater ausgetauscht werden müssen… Der Mittlere und der Südliche Schwarzwald werden durch die Vogesen abgeschirmt, was bedeutet, dass die Chancen auf einen sonnigen Aufenthalt im Osten des Mittleren Schwarzwaldes, mit 750 mm Regen pro Jahr, doch relativ gut stehen. Apropos „sonnig“: Die Temperaturen sind gemäßigt, weil im Sommer meistens leichter Wind herrscht und der Himmel oft bewölkt ist. Im Winter ist dem Sonnenhungrigen ein Aufenthalt auf den Berggipfeln zu empfehlen, da die meist vorherrschende Hochdruckwetterlage dort für sonnige Plätzchen sorgt und dabei die Täler in dichten Nebelschwaden versinken lässt.

Ein Aufenthalt im Schwarzwald ist ein Genuss für den Naturliebhaber. Unzählige Wanderrouten und Fahrradwege laden dazu ein, seinem Körper was Gutes zu tun. Im Winter hat man die Qual der Wahl unter den vielen Wintersportgegenden. Hier nun ein paar Tipps für bewegungsfreudige Frischluftfreunde:

Da wäre zunächst das „Ferien- und Wanderparadies Wutachschlucht„ mit großen Sonnenterrassen, noch größeren Schluchten, reißendem Wildwasser und natürlich echten Schwarzwälder Tannen. Ist man in Triberg, sollte man einen Besuch bei den höchsten Wasserfällen Deutschlands nicht versäumen, oder man erkundet nach einer Fahrt mit der Belchen-Seilbahn den beeindruckenden Gipfel des 1414 m hohen Belchen. Beim „Abenteuer im Wald“ in Kenzingen, handelt es sich um einen Waldklettergarten. Vergnügen für die ganze Familie bietet der Besuch des „Steinwasen-Parks“ in Oberried, einer Kombination aus Vergnügungs- und Wildpark. Einen weiteren Freizeitpark entdeckt man in Kappel-Grafenhausen: Die „Funny-World“, einem Park im mexikanischen Stil. In Löffingen besucht man den „Schwarzwaldpark“, wiederum einen Wild- und Freizeitpark, inkl. Sommerrodelbahn. Wer von dieser Bahn nicht genug bekommen kann, hat mit Sicherheit auch eine Menge Spass im „Sportzentrum Mehliskopf“, wo man auf der ganzjährig geöffneten Bobbahn mit 40 Stundenkilometern durch 11 Steilkurven flitzt. Alternativ dazu, saust man auf dem „Hasenhorn Coaster“ in Todtnau herum.

Action einer ganz anderen Art, bekommt man im Erlebnis-Museum Experimenta, in Freudenstadt. In dieser Mitmach-Ausstellung erlebt man Experimente aus Technik, Natur und Physik hautnah. Man kann natürlich auch etwas für seine Gesundheit und spirituelle Entwicklung tun: Das „Schwarzwald Seminarhaus“ gilt bei seinen Gästen als eines der schönsten Seminarhäuser Deutschland.

Wer nun genügend „Action“ und Bewegung hatte, lässt sich jetzt bewegen. Beispielsweise auf einer gemütlichen Kahnfahrt durch den Taubergießen, dem „Amazonas am Oberrhein“, oder mit einer Fahrt mit der Kandertalbahn nach Kandern oder der Sauschwänzlebahn in Blumberg. Echte Schwarzwälder Handwerkskunst kann man erleben bei einem Besuch auf dem Glasbläserhof Todtnau, der weltgrößten Kuckkucksuhr im Eble-Uhrenpark Schonach oder man sieht Glasbläsern bei ihrer Arbeit zu in der Dorotheenhütte Wolfach.

Egal ob Action oder Ruhe, Einzelkämpfer oder Großfamilie – der Schwarzwald hat jedem etwas zu bieten.

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Autor: Frank

Webdesigner und Publizist, freier Mitarbeiter bei Magazinen, Autor/Herausgeber von Fach-Anthologien, Fachjournalist (bdfj).

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